Schnittformen und Geometrie PDF Drucken E-Mail

Welche Formen werden mit einem laser Geschnitten?

Allgemein kann behauptet werden alle Formen, die in das CAD-Computerzeichenprogramm übertragen werden können. Gegenüber dem Stand vor einigen Jahren, wo es noch ein Problem war scharfe "Spitzen", kleinere Öffnungen usw. zu schneiden, gibt es heutzutage wesentlich weniger Einschränkungen:

  • Der gebündelte Laserstrahl hat beim Schneiden einen Kreisdurchmesser von ca. bis zu 0,5 mm, also sind die Innenkanten und die inneren scharfen Winkel meist mit einem allerdings unerheblichem Radius von maximal 0,3 mm abgerundet, die Außenkanten können scharf bleiben. Gleichfalls bewegt sich die Schnittfugenbreite bis zu einem Wert von ca. 0,5 mm.
  • Sämtliche übrigen Formeinschränkungen gehen aus der Wärmemenge aus, die beim Schneiden auf das Material einwirkt, also Materialeinschmelzstufen und anschließende Deformationen. Allgemein kann behauptet werden - umso dünneres Blech, umso schnelleres Schneiden, also weniger Wärme und weniger Formeinschränkungen
Auch so detaillierte Formen können heute mit einem Laser geschnitten werden
Auch so detaillierte Formen können heute mit einem Laser geschnitten werden
  • Öffnungen mit einem geradem Mindestdurchmesser von ca. bis zum 0,8-fachen der Materialstärke (z. B. D 8 bis zur Materialstärke von 10, D 15 bis zur Materialstärke von 15….) können in Schwarzblech geschnitten, in Edelstahl können auch Öffnungen, die kleiner sind, geschnitten werden, bereits ab dem ca. 0,5-fachen der Materialstärke. Diese Regel gilt auch angemessen für Öffnungen anderer Formen. In speziellen Fällen kann auch das Schneiden von kleineren Öffnungen getestet werden, dies hängt vom Material, der Dichte usw. ab.
  • Umso größer der Schnitt- und Abbrandanteil an der Fläche ist (dichtes Netz an Öffnungen, formtechnisch sehr komplizierte Öffnungen), umso größer ist das Risiko der Materialdeformierungen - Durchbiegungen, Verdrehungen usw. Diese Abhängigkeit ist wiederum mit der Materialstärke verbunden - umso stärkeres Material, umso höher die Risiken. Im Grenzfall kann es bis zur Nichtrealisierung des Schneidens kommen - das Material schmilzt durch die hohe Wärmeeinwirkung, schweißt im Nachhinein die Schnittflächen zu usw.
  • Mit wachsender Materialstärke sinkt gleichfalls der Einsatz des so genannten gemeinsamen Schnittes. Im Gegenteil muss die Distanz zwischen den Teilen vergrößert werden und somit sinkt der prozentuelle Anteil der Materialnutzung.
  • Mit unserer Maschine können keine Neigungs- und 3D-Schnitte geschnitten werden, der Schnitt muss immer über die gesamte Materialstärke geführt werden.
  • Mit unserer Maschine können auch mit der so genannten Lasergravierung Bezeichnungen und Beschriftungen von Teilen erstellt werden. Hinsichtlich dessen, da es sich um keine für diesen Zweck spezielle Maschine handelt, ist dies eine relativ langsame und somit preislich mit dem eigenen Schnittverfahren vergleichbare Operation.
Laserkennzeichnung von Teilen (Gravieren)
Laserkennzeichnung von Teilen (Gravieren)
Das Endergebnis des Schnittes ist immer von der Summe obig beschriebener Vorgänge des benutzten Materials, der richtigen Programmierung und Einstellung der Schnittparameter abhängig. Es kann fast alles ausprobiert werden und deshalb empfehlen wir bei Unklarheiten Schnitttests durchzuführen.

 

Bein Laserschneiden entsteht eine Neigung?

Beim Laserschnitt wird die kleinste Neigung aller Materialwärmetrennmethoden erreicht. Wieder zeigt sich die Abhängigkeit von der Materialstärke, bei dünnerem Blech verläuft der Schnitt fast senkrecht, bei Materialstärken ab etwa 10 mm kann sich die Neigung ca. bis zu 1 Grad bewegen. 

 

Wie werden Schnittformen eingegeben

Das Programm zum Bearbeiten von Schnittkodes arbeitet als Aufbau auf das eigentliche CAD-Modul. Deshalb ist es notwendig immer die eingegebenen Formen in das CAD-Format zu transferieren. Optimal ist die Eingabe von *.dxf-Dateien. Der Programmarbeitsplatz ist gleichfalls mit dem Programm CorelDRAW 9 ausgestattet, also können die im *.cdr-Format gelieferten Dateien bearbeitet werden (bei diesen Dateien ist es vorteilhaft den Maßstab in die Zeichnung einzubeziehen oder wenigstens die Kotierung der Werte durchzuführen, beim Transfer in das CAD kann es zum Verzerren des Maßstabes kommen). Selbstverständlich können klassische kotierte Maschinenbauzeichnungen oder ordnungsgemäß kotierte Entwürfe usw. bearbeitet werden. Werden nur Produktmuster geliefert, muss damit gerechnet werden, dass beim Umzeichnen herkömmliche Messmethoden eingesetzt werden (Schiebelehre, Metermaß, Winkelmesser usw.) und so kann es zu kleineren Abweichungen kommen. Beim Eingeben von Aufschriften, Werbeteilen usw. können wir mit eigenen Datenbanken oder eigenem konstruktiven Erfindungsvermögen, das zusätzlich durch die Kenntnisse der Technologiemöglichkeiten unterstützt wird, behilflich sein.

Programmarbeitsplatz
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